6. Hasten Historic wieder ein voller Erfolg

Von Von Jochen Schnell

6. Hasten Historic wieder ein voller Erfolg

Die Oldtimer-Ausfahrt Hasten Historic, die sich seit ihrem Debut 2005 schon einen guten Namen gemacht hat, fand in diesem Jahr am 5. Juni statt und wurde erstmals unter dem Dach des Remscheider AvD-Cubs ACBL ausgerichtet. „Am erfolgreichen Konzept der Veranstaltung hat sich dadurch jedoch nichts Wesentliches verändert, weil das bewährte Orga-Team auch weiterhin die Fäden in der Hand hält,“ berichtet Andreas Becker, 2. Vorsitzender des Automobil-Club Bergisch Land e.V.

Sehr zur Freude der rührigen Organisatoren fand sich am Start der Rallye auch AvD Generalsekretär Matthias Braun ein, der sich vor Ort nicht nur einen Eindruck vom großen Starterfeld (annähernd 100 Fahrzeuge der Baujahre vor 1975 fuhren durch den Startbogen), sondern auch vom reibungslosen Ablauf der Veranstaltung verschaffen konnte. Sein Kommentar: „schöne Autos, schöne Location und vor allem schönes Wetter!“

Am Start waren im Übrigen 12 Fahrzeuge der Baujahre vor 1945 und das jüngste Auto stammte aus 1975. Darunter so schöne Exemplare wie Fiat Balilla, BMW 327, Cadillac, Fiat oder Jaguar.

Vom Gelände der Firma C.A. Picard im Remscheider Morsbachtal, wo sich alle Teilnehmer erst einmal mit einem bergischen Frühstück stärken konnten, ging das erste Fahrzeug pünktlich um 9:01 Uhr auf die gut 140 Kilometer lange Strecke. Diese musste aufgrund behördlicher Änderungen und kurzfristig eingerichteter Baustellen in letzter Minute noch umgebaut werden, sodass die Teilnehmer diesmal rund 15 Kilometer mehr zurücklegen mussten als ursprünglich geplant. Eine Geschicklichkeitsübung wartete als erste Aufgabe, gleich darauf galt es, den Reifenabstand am eigenen Fahrzeug zu bestimmen. Für Abweichungen zum -nachgeprüften- Ist-Maß gab es natürlich Strafpunkte, die sich allerdings in Grenzen hielten! Doch weit schwieriger war es, die korrekte Route anhand von Chinesenzeichen und Kartenkopien zu finden. Die in den Kopien rot eingezeichneten Pfeile und Punkte waren dabei in der richtigen Reihenfolge abzufahren, was vielen Teams einiges abverlangte. "Überlappung" hieß in diesem Jahr das Zauberwort, das einige Teilnehmer nicht oder nur unzureichend interpretierten und somit den ein oder anderen Kontrollpunkt ausliessen.

Von Remscheid führte die auch landschaftlich sehr reizvolle Strecke über Wermelskirchen, Burscheid, Leichlingen bis an den Rhein und weiter zum Meilenwerk in Düsseldorf. Dort gönnten sich in stilechtem Ambiente Fahrzeuge und Fahrzeugbesatzungen eine wohlverdiente Pause.

Nach der Stärkung mit einem kleinen Imbiss war die Landeshauptstadt schnell wieder verlassen und in der Nähe des historischen Neandertals wartete eine Zeitprüfung, bei der etwas mehr als 9 Kilometer mit einem Schnitt von 21 km/h zu absolvieren waren.

Am Museum unserer Vorfahren im Neandertal vorbei ging es dann weiter über Gruiten in Richtung Wuppertal zum Ziel. Dieses war in diesem Jahr wieder einmal am alten Bahnhof in Wuppertal-Cronenberg bei der Spedition DIGASS eingerichtet. Viele Zuschauer bestaunten dort die automobilen Raritäten, während Fahrerinnen und Fahrer -kompetent mit ihren Fahrzeugen von Radio-Moderator Bernd Hamer vorgestellt- sich Kaffee und Kuchen schmecken ließen.

Ein schöner Tag bei strahlendem Sonnenschein klang dann am Abend in lockerer Runde bei Spezialitäten vom Grill und der obligatorischen Siegerehrung aus. „Im nächsten Jahr sind wir bestimmt wieder dabei, es hat viel Spaß gemacht“, war auch der allseits zu vernehmende Tenor unter den Teilnehmern. Sieger wurde übrigens das Team Peter Kochenrath und Rudi Küfner auf einem Mercedes Benz 230 SL mit nur 2,3 Strafpunkten!

 

 

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