5. Hasten Historic am 13. Juni 2009

Einen Pakt mit dem Wettergott schienen die Organisatoren der Oldtimer Ausfahrt Hasten Historic auch in diesem Jahr wieder geschlossen zu haben, denn auch bei der nunmehr fünften Auflage dieser bei Zuschauern und Teilnehmern gleichermaßen beliebten Oldtimer-Veranstaltung, strahlte die Sonne vom Himmel. Beste Voraussetzung also für eine Ausfahrt im betagten Automobil.
Bereits ab 7:00 Uhr trafen die ersten Teilnehmer auf dem Gelände der Firma C.A. Picard im Morsbachtal ein. Der Parkplatz füllte sich schnell mit den schönsten Oldtimern der unterschiedlichsten Marken, die frisch geputzt auf ihren Start warteten.
Pünktlich um 9:00 Uhr starteten zunächst die ältesten Fahrzeuge des belgisch/niederländischen Veteranenclubs IHAC. Da diese Teilnehmer lieber gemütlich spazieren fahren und die Landschaft genießen wollen, statt irgendwelche rallyemäßigen Aufgaben zu erfüllen, war eigens eine verkürzte Strecke ausgesucht worden, die den Gästen aus den Nachbarländern die Schönheiten des Bergischen Landes in besonderer Weise vermitteln konnte. Die Fahrzeugbesatzungen selbst hatten sich ebenfalls „in Schale“ geworfen und trugen trotz der sommerlichen Temperaturen die Clubkleidung, inkl. Krawatte!
Ab 9:30 Uhr erfolgte dann der Start der übrigen annähernd 90 Teilnehmer. Eine erste Schwierigkeit in den Fahrtunterlagen fand sich bereits gut einen Kilometer nach dem Start. Dort galt es, zwei Parkplätze in der richtigen Reihenfolge zu befahren. Obwohl im Bordbuch eindeutig angegeben, musste man sehr genau hinsehen, in welche Richtung man denn fahren musste. Wählte man die falsche Richtung, gab es entsprechende Strafpunkte. Neben diversen Kontrollen, die entlang der 120 Kilometer langen Strecke anzusteuern waren, galt es auf dem Weg zur Mittagspause beim Autohaus Hildebrandt in Wermelskirchen eine Gleichmäßigkeitsprüfung zu bestreiten. Dabei war eine bestimmte Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 Km/h zu befahren. Nach der Mittagsrast wartete im Wermelskirchener Industriegebiet die zweite Gleichmäßigkeitsprüfung auf die Teilnehmer. Hier galt es nicht nur möglichst gleichmäßig zu fahren, sondern zusätzlich noch die richtige Strecke anhand von Chinesenzeichen zu finden, deren Reihenfolge auf „unerklärbare“ Weise durcheinander geraten schien. Natürlich war dies von den Organisatoren durchaus so gewollt ;-)
Anschließend führte der Weg über Hückeswagen und Dhünn nach Wuppertal Cronenberg zum alten Bahnhof und zur Kaffeepause bei der Spedition DIGASS. Sehr viele Zuschauer hatten sich dort wieder eingefunden, um die alten Schätzchen einmal in Ruhe und ganz aus der Nähe betrachten zu können. Einige Attraktionen hatte Karl-W. Gass mit seinem Team dort nicht nur für die Teilnehmer, sondern auch für die interessierten Cronenberger Bürger eingerichtet. Die Rast der Oldtimer hat sich inzwischen einen festen Platz im Jahreskalender der Cronenberger Festivitäten erobert! Neben einer original historischen Kirmesorgel und einer Hüpfburg für die Kleinen, gehörte vor allem wieder die Musik der Jazz Formation „Rod Mason and his hot 5“ zu den Highlights neben den chromblitzenden Oldtimern.
Auch am Ziel, das in diesem Jahr erstmals am historischen Wasserhammer „Steffenshammer“ im Morsbachtal eingerichtet war, hatten sich viele Zuschauer eingefunden, um die Fahrzeugbesatzungen mit gebührendem Applaus zu empfangen. Automobiles Kulturgurt traf dort auf industriehistorische Geschichte, als die Fahrzeuge am Museumshammer von Radiomoderator Bernd Hamer kompetent präsentiert wurden. Fahrerinnen und Fahrer in den Oldtimern strahlten mit der Sonne um die Wette, wobei sich allerdings mancher einen argen Sonnebrand eingefangen hatte.
Bei der obligatorischen Siegerehrung, die am Abend bei der Firma C.A. Picard stattfand, ließen die Teilnehmer den Tag noch einmal Revue passieren: „Hast Du die vierte Stempelkontrolle auch zweimal angefahren?“ war nur eine der vielen Fragen, die die Beifahrer angeregt diskutierten. Dabei waren sich jedoch alle einig, dass es sich wieder gelohnt hatte, nach Remscheid zu kommen. Auch die 5. Hasten Historic war wieder eine sehr gut organisierte Veranstaltung mit einer landschaftlichen reizvollen Strecke und ansprechender Aufgabenstellung, die erstmals sogar in einem kurzen Bericht des Regionalfernsehens, (aktuellle Stunde des WDR) erwähnt wurde.