4. Hasten Historic am 24. Mai 2008 und 7. Juni 2008

So richtig Spaß macht eine Organisation doch immer erst, wenn es gilt, die eine oder andere „Schwierigkeit“ zu meistern, woll ? (wie man in Remscheid sagt).
Und da wundert es nicht, dass auch die 4. Auflage unserer Oldtimer-Ausfahrt wieder eine neue Herausforderung darstellt. Wie schon in den Vorjahren haben wir vor der endgültigen Terminfestlegung mit den Veranstaltern der Oldtimer Events in unseren Nachbarstädten gesprochen und dabei festgestellt, dass am geplanten Fronleichnamswochenende bereits die CLASSICAR in Solingen im Terminkalender steht. Um uns mit den befreundeten Organisatoren dieser ebenfalls sehr beliebten Ausfahrt nun nicht um die Teilnehmer „streiten“ zu müssen, haben wir unseren Termin einvernehmlich auf den 7. Juni verlegt. Dort kollidieren wir zwar ebenfalls noch mit der Veranstaltung eines befreundeten Clubs, nämlich dem AC Eschweiler, denken aber, dass das Gros unserer Teilnehmer der Hasten Historic trotzdem gewogen bleibt und in Remscheid an den Start gehen wird. Einige „sportliche“ Teilnehmer werden 2008 aber bestimmt in Eschweiler fahren, weil diese Veranstaltung für den ADAC Cup gewertet wird...
Was ist jedoch mit dem 24. Mai? Weil der Verkehrsverein das Fronleichnamswochenende nun einmal für seine Kirmes bzw. den geplanten Trödel festgelegt hat, werden an diesem Tag ausschließlich die Oldtimer unseres befreundeten, niederländischen Clubs am Start sein. Ohnehin wurde für diese Teilnehmer der Hasten Historic ja auch schon in den letzten Jahren eine „Veranstaltung in der Veranstaltung“ mit separater, verkürzter Streckenführung und unterschiedlicher Mittagspause organisiert. Zusätzlich findet dies nun im nächsten Jahr auch noch an einem separaten Datum statt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass das 2009 auch wieder so sein wird, denn dann liegt das Fronleichnamswochenende wieder Anfang Juni...
Am 24. Mai 2008 fuhren also die Teilnehmer aus Holland und Belgien, ergänzt durch einige bergische Teilnehmer, mit ihren wunderschönen alten Vorkriegsveteranen vom Treffpunkt bei der Firma Picard im Morsbachtal in die Remscheider City, wo die Werbegemeinschaft Allee/Markt einen Imbiss und Getränke vorbereitet hatte. „Das ist fast so, wie in alten Zeiten, als die Remscheider Oldtimerausfahrt stattfand,“ freute sich Christa Ruepp. Dazu muss man wissen, dass die genannte Ausfahrt vor vielen Jahren unter der Regie des DAVC (Deutscher-Automobil-Veteranen-Club e.V.) stattfand, deren Vorsitzender der Landesgruppe NRW damals Manfred Musial war. Start und Ziel erfolgte dabei immer am Remscheider Markt. Musial lebt heute mit Frau und Oldtimern in Belgien, kommt aber stets gerne wieder nach Remscheid. Zur Hasten Historic bringt er dann noch etliche Freunde des niederländisch/belgischen Oldtimerclubs IHAC mit.
Nach der Stärkung führte die Strecke über Vieringhausen und Solingen zum Straßenbahnmuseum in der Kohlfurth. Dort gab es einen Mittagsimbiss und eine Führung. Besonderen Spaß hatten die Teilnehmer bei der Fahrt mit der alten Straßenbahn. Nach einem kurzen Fußmarsch stand die Besichtigung des Manuelskotten auf dem Programm. Anschließend ging es, weiterhin unter der Führung mehrerer moderner Begleitfahrzeuge, zum alten Bahnhof in Wuppertal Cronenberg. Wiederum auf Initiative der Spedition DIGASS waren die Oldies und ihre Besatzungen das Highlight des Cronenberger Bahnhofsfestes! Hier fand schließlich auch die Siegerehrung statt. Ohne es zu wissen, wurden die Teilnehmer unterwegs nämlich beobachtet und nur, wer z.B. in einem Kreisverkehr ordnungsgemäß die Verkehrsregeln beachtete, hatte Aussicht auf einen der wertvollen Pokale…
Und so lief die „richtige“ Oldtimer-Rallye am 7. Juni:
79 alte Autos kurvten im Rahmen der "4. Hasten Historic" des Verkehrsvereins Remscheid-Hasten auf schönen Nebenstrecken quer durch das Bergische Land. Über 130 Kilometer führte die Route von der Firma C.A. Picard im Remscheider Morsbachtal zum Start vor dem Historischen Zentrum an der Cleffstraße und weiter über Wuppertal-Ronsdorf bis nach Ennepetal. Im Ronsdorfer Industriegebiet stand die erste Sonderprüfung an, bei der die Fahrer auf einem Firmengelände eine „Runde“ möglichst gleichmäßig mit 18 Stundenkilometern drehen mussten.
In Ennepetal fand bei einer großen Firma die wohlverdiente Mittagspause statt.
Der Re-Start war gleichzeitig auch der Start zur zweiten Sonderprüfung. Die aber hatte es in sich: neben einer korrekt einzuhaltenden Durchschnittsgeschwindigkeit mussten sich die Teams auch mit der einen oder anderen Schwierigkeit in den Fahrtunterlagen auseinandersetzen, was aber nicht allen fehlerfrei gelang…
„Vielleicht war die Aufgabenstellung für den einen oder anderen Teilnehmer doch etwas zu kniffelig,“ gab Fahrtleiter Jörg Stursberg nachher schmunzelnd zu: “aber irgendwie wollen wir ja auch eine Wertung bekommen. Wenn die Aufgaben zu leicht lösbar wären, hätten wir da ein Problem.“ Ohnehin sei es jedes Mal eine neue Herausforderung, so Stursberg weiter, den Spagat zwischen nicht zu leichter, sportlicher Aufgabenstellung und nicht zu schwieriger, touristischer Wertung zu schaffen. Trotzdem gibt es den einen oder anderen Gedanken, die Aufgabenstellung im nächsten Jahr wieder etwas leichter werden zu lassen und evtl. eine separate, rein sportliche Wertungsklasse einzuführen.
Kurz vor der Kaffeepause beim Autohaus Wiluda in Radevormwald, wurden die eintreffenden Teilnehmer (noch in ihren Autos sitzend) in ein Gespräch verwickelt…
Gleichzeitig wurde der Tacho bzw. Kilometerzähler abgedeckt und die Fahrerinnen oder Fahrer nach dem aktuellen Kilometerstand ihres Fahrzeugs gefragt. Die richtige Antwort wussten nur Wenige!
Zurück im Ziel standen dann noch der inzwischen schon traditionelle Grillabend und die Siegerehrung auf dem Programm. In der Zwischenzeit hatten die Teilnehmer Gelegenheit zum -kostenlosen- Besuch des Historischen Zentrums auf dem Hasten.
Gesamtsieger wurde mit Hartmut Geitz ein Remscheider, der mit seinem Wuppertaler Beifahrer Mario Reichler auf einem Opel Olympia (Baujahr 1969) nur 0,3 Strafpunkte kassierte. Damit waren sie auch Sieger in der Klasse III (Fahrzeuge bis Baujahr 1975).
In der Klasse der bis 1965 gebauten Autos gewannen Bettina und Rafael Kliem (Ennepetal) mit einem Fiat 500 Luxus von 1962. Mit ihrem Chevrolet aus dem Jahr 1926 war das Hagener Ehepaar Waltraud und Edgar Kniep in der Klasse I (bis 1945) das erfolgreichste Gespann.