3. Hasten Historic am 9. Juni 2007

Auch die inzwischen 3. int. Oldtimer-Ausfahrt „Hasten Historic“ war wieder ein Erfolg!
Wie schon in den Vorjahren hatten die Organisatoren einen „Pakt“ mit dem Wettergott, der auch 2007 für fast den ganzen Tag (nur durch den einen oder anderen kurzen Regenschauer unterbrochen) trockenes Wetter „lieferte“. Nach dem Frühstück und dem Vorstart bei CAP im idyllischen Remscheider Morsbachtal, rollten pünktlich um 9:05 Uhr insgesamt 91 Fahrzeuge, darunter annähernd 30 Veteranen aus den Baujahren vor 1945, durch den Startbogen, der vor der Sparkassenfiliale in Remscheid-Hasten aufgebaut war. Natürlich präsentiert von Radiomoderator Bernd Hamer, dem diese Aufgabe erneut sehr viel Freude bereitet hat.
Der Verkehrsverein des Remscheider Stadtteils hatte die Oldtimer-Ausfahrt auch diesmal als Highlight der Hastener Kirmes ausgerichtet und dabei wieder auf ein bewährtes Orga-Team zählen können. Natürlich war auch die freiwillige Feuerwehr, Zug RS Hasten und Zug W-Cronenberg dabei, die die Oldtimer nicht nur am Start, bei der Kaffeepause und im Ziel sortierte, sondern auch beim Einparken behilflich war. Die Motorsportler des PSV Remscheid, sowie zahlreiche Freunde der Hasten Historic fungierten entlang der 120 Kilometer langen Strecke als Kontrollposten. Die Route war nämlich nicht immer leicht zu finden, da sich die Veranstalter die eine oder andere „Gemeinheit“ im Bordbuch mit sogenannten „Chinesenzeichen“ und Kartenausschnitten mit rot eingezeichneten Pfeilen, hatten einfallen lassen. Wer da beispielsweise die Karten nicht genau genug studiert hatte, der konnte ganz leicht eine Kontrolle übersehen...
Auch das korrekte Verhalten im Straßenverkehr wurde überwacht. Wer da beispielsweise beim Verlassen eines Kreisverkehrs den Blinker nicht gesetzt hatte, „kassierte“ einen Strafpunkt!
Vom Jul.-Lindenberg-Platz aus führte die Strecke über Westhausen, Schloß Burg, Dabringhausen und Bechen nach Wipperfürth, wo das Autohaus Bongen die Teilnehmer zur Mittagspause erwartete. Zwischendurch mussten die Teilnehmer zunächst eine Gleichmäßigkeitsprüfung absolvieren, in der die Fahrer eine Strecke von einem Kilometer möglichst gleichmäßig (daher der Name) mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 20 Km/h zu befahren hatten. Anschließend galt es, das eigene Fahrzeug genau eine Radumdrehung rückwärts zu bewegen. Dies wurde natürlich kontrolliert und zeichnete so manchem Teilnehmer ebenso „Runzeln“ auf die Stirn, wie die Frage nach der Lackschichtdicke im oberen Bereich der Beifahrertüre des eigenen Oldtimers. Selbstverständlich wurde der Wert, den die Fahrer -oder Beifahrer- in 1.000stel Millimeter angeben mussten, anschließend mit einem speziellen Messgerät überprüft...
Nach der Mittagspause ging es, wiederum durch die schöne bergische Landschaft, zurück in Richtung Remscheid. Auf die Teams wartete eine erneute Gleichmäßigkeitsprüfung, bei der es galt auf einer ruhigen Nebenstraße eine Strecke von ca. drei Kilometern mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 18 Km/h zurückzulegen. Nach einer Durchgangskontrolle, die anlässlich des Sommerfestes bei GEDORE eingerichtet war, fuhren die Autos weiter nach Wuppertal Cronenberg. Am alten Bahnhof hatte die Spedition DIGASS zur Kaffee-Pause eingeladen und „so nebenbei“ für eine grandiose Stimmung gesorgt... „Es ist einfach immer wieder erstaunlich, was man in Cronenberg so alles auf die Beine stellen kann und wie viel Spaß die Bürger hier an den alten Schätzchen haben,“ freute sich Firmenchef Karl-Werner Gass über die große Zahl an interessierten Zuschauern auf seinem Gelände. Und auch die Fahrer der ganz alten Autos, die extra aus Belgien und Holland angereist waren, wippten zur absolut stimmigen Jazz Musik der bekannten Formation Rod Mason. „Für die Mitglieder des Oldtimerclubs IHAC, die nun schon zum dritten Mal ihre schönen Fahrzeuge mit nach Remscheid gebracht haben, richten wir eine separate Strecke ein“, erklärt Klaus Picard vom Orga-Team. Das bedeutete gleichzeitig aber auch mehr Vorbereitungsarbeit. So musste z.B. ein zweiter Ort für die Mittagspause gesucht werden, der sich beim Sonntagsblatt in W.-Rondorf fand. Redaktionschef Budde bedauerte nur, dass die tollen Autos nicht noch länger in Ronsdorf verweilen konnten...
Nach der Pause ging es schließlich zurück zum Ausgangspunkt bzw. ins Ziel auf Remscheids Hasten, wo die Fahrzeuge und ihre Besatzungen nochmals vorgestellt und anschließend zur Besichtigung durch die vielen Zuschauer „freigegeben“ wurden. Die Hammesberger Straße glich dabei einem Automuseum, das so schöne Klassiker, wie einen Oakland Standard von 1934, diverse Ford A mit unterschiedlichen Karosserievarianten, einen Ford Eifel Roadster von 1939 oder ein BMW 327 Cabrio von 1941 bereithielt. Neben diesen Vorkriegsfahrzeugen konnten die interessierten Zuschauer auch einige sehenswerte Modelle neuerer Baujahre bewundern. Darunter ein Alfa Romeo Spider, diverse Jaguar, Fiat Cabriolet, VW Karmann Ghia, Mercedes Benz 300 SL oder MG-A und sogar einen BMW 2002 ti, der in den original Alpina Farben lackiert war.
Ein Teilnehmer war mit seinem Jaguar E, der in den 60ern gebaut wurde, sogar extra aus Berlin angereist und zwar auf eigener Achse!
Allen, die mit dazu beigetragen haben, unsere 3. Hasten Historic zu einer weiteren gelungenen Veranstaltung werden zu lassen, dankt das Orga-Team auch auf diesem Wege noch einmal recht herzlich!
„Und weil die Resonanz bei Teilnehmern und Zuschauern auf die 3. Oldtimer-Veranstaltung wieder sehr positiv war, sind wir natürlich verpflichtet, das rollende Automobilmuseum als 4. Hasten Historic auch 2008 wieder durch unsere Heimat fahren zu lassen“, resümierte Lutz Kleuser, Vorsitzender des Verkehrsvereins beim wohlverdienten Bierchen nach der Siegerehrung. Diese fand in legerer Runde bei Leckereien vom Grill auf dem Gelände der Firma Picard statt.